Chronik der Schützengilde Zell am See

gegründet 1971, Vereinsfahne seit 1986


Anschrift:        

  • OSM Herbert Schobersteiner
    Loferer Bundesstraße 32
    5700 Zell am See


 

  • Oberschützenmeister
    1971 - 1982 - Ing. Helmut Hasenauer
    1982 - 1986 - Heinrich Just
    1986 - 1995 - Alois Latini
    1995 - 1999 - Franz Wenger
    seit 1999 - Herbert Schobersteiner
  • Von einem Proponentenkomitee, bestehend aus Zeller Bürgern, wurde im Jahre 1972 die Schützengilde Zell am See gebründet. Zum Präsidenten der Gilde wurde Herr Gerhard Porsche gewühlt. Zum Oberschützenmeister wurde Ing. Helmut Hasenauer gewählt.
  • Die wichtigste Aufgabe war vorerst ein geeignetes Grundstück für eine Schießanlage finden und im weiteren Verlauf eine Schießanlage zu erbauen, da aus dem seinerzeitigen Bestand des K priv. Scharfschützenvereins 1635 nichts mehr vorhanden war. Dieser Verein war 1936 aufgelöst worden.
  • Der 1. SM Heinrich Just, KFZ – Werkstättenbesitzer, bemühte sich besonders ein geeignetes Grundstück zu finden. Dies gelang ihm auch. Simon Dürlinger, Besitzer des Limberggutes in Zell am See, erklärte sich einverstanden, auf eine Pachtdauer von 99 Jahren der SG Zell am See ein Grundstück im Ausmaß von 7.200 m² gegen einen angemessenen Pachtzins zu überlassen. Auf diesem Grundstück, welches in der Nähe der Salzachbrücke liegt, wurde die Schießanlage gebaut. In einer Bauzeit von 2 Jahren wurde die Anlage fertig gestellt. Die Finanzierung erfolgte indem einerseits alle Vorstands- und Ausschussmitglieder für einen Betrag von damals ÖS 500.000,00 mit ihrem privaten Vermögen bürgten, und andererseits wurde bei der Volksbank Zell am See ein Kredit in gleicher Höhe auf die Schießanlage aufgenommen. Von den ugf. 170 Mitglieder wurden während der Bauzeit ugf. 5000 freiwillige Arbeitsstunden geleistet. Weiters erhielten wir große Hilfe von unserem Dachverband dem ASVÖ, von der LÖS und der Stadtgemeinde Zell am See.
  • Am 10. Mai 1974 wurde die Anlage mit einem großen Freischießen, welches bis 04: Juni 1974 dauerte, eröffnet. Die Preisdotierung belief sich auf ugf. ÖS 250.000,00. Besonders großen Anklang fand bei den Gastwirten und Gewerbebetreibenden von Zell am See das Preisschießen. Wurden doch von den Zeller Gastwirten als Preise 43 Aufenthalte in Zell am See ausgeschüttet.
  • Innerhalb von zwei Jahren wurde aus dem Nichts eine feine Schießanlage erbaut. Fachlicher Ratgeber bei der Planung und Bauausführung, die unser OSM Ing. Helmut Hasenauer durchführte, war unser Mitglied und deutscher Spitzenschütze Fritz Horneber aus Schwabach.
  • Ein hartes Stück Arbeit war die Erstellung und Ausbildung einer schlagkräftigen Wettkampfmannschaft, da die Existenz der Gilde auf Dauer nur über die sportlichen Erfolge gehen konnte. Es war daher auch notwendig, dass die im sportlichen Bereich tätigen Funktionäre besonderer Ausbildungen erhalten mussten.
  • Über die staatliche Trainer-, Lehrwarte- und Kampfrichterausbildung führte der Weg zum sportlichen Erfolg. Heute noch sind bei der SG Zell am See in den Personen Bundesschützenrat OSM Franz Wenger 1. SM und gesamtsportlicher Leiter Ing. Harald Scharmer, Bundessportleier Rudolf Rieser, Georg Troger usw. von Trainern bis zu UIT – A- Kampfrichter tätig, die sich dem Hochleistungssport verschrieben haben.
  • Als 1981 die damalige Weltklasseschützin Huberta Müller zur Gilde stieß, begann ein steiler sportlicher Aufstieg bis hin zu Olympiateilnahme sowie Medaillen bei Welt- und Europameisterschaften. Diese Periode dauerte von 1982 bis 1990.
  • Die Gilde ist seit vielen Jahren schuldenfrei, was wir vor allem der öffentlichen Hand und verschiedenen Institutionen verdanken.
  • Einen Mann möchten wir nicht vergessen, unseren seinerzeitigen Sponsor Bob de Zwaan, der uns mit seiner Großzügigkeit immer wieder half, schwierige Situationen, die in der Anfangszeit immer wieder auftraten, positiv zu bewältigen.
  • Ein besonderer Dank gilt noch unserem Ehrenoberschützenmeister und ersten OSM der Gilde, Ing. Helmut Hasenauer, Zimmerermeister und Vater des Aufbaues der Gilde, sowie unserem verstorbenen OSM Heinrich Just und Altbürgermeister Alois Latini die zu ihrer Zeit die Gilde mit Umsicht und Fachwissen geleitet und viel zum sportlichen Ruhm und zur finanziellen Stabilisierung der Gilde beigetragen hatten.
  • Sehr zum Dank verpflichtet sind wir auch unserer Fahnenmutter, Frau Elisabeth Breitfuß, die uns 1986 anlässlich der 350 Jahrfeier unsere Schützenfahne übergab. Wir werden unsere Fahne immer mit Stolz tragen, sei der Anlass freudig oder traurig.
  • 2003 Ernennung zum SSSV Leistungszentrum Zell am See
  • 2006 Ernennung zum 1. österreichischen Leistungszentrum des Österreichischen Schützenbundes.
  • Die Sportschießanlage für olympische und nicht olympische Disziplinen der Schützengilde Zell am See wurde seit 2005 zu einem Leistungszentrum für den olympischen Schießsport für den Österreichischen Schützenbund, dem Salzburger Sportschützenverband und für die Gildentätigkeit selbst um einen Gesamtbetrag von € 360.000,- modernisiert. Dies gelang nur durch die großzügige Unterstützung folgender Institutionen sowie private Gönner:

    Bundeskanzleramt Wien, Landesregierung Salzburg, Stadtgemeinde Zell am See, Ex Präsidenten Gerhard Porsche und dem Einsatz der Mitglieder der Schützengilde Zell am See.

  • Am 11. Juli 2008 gibt sich der Vorstand der Schützengilde Zell am See die Ehre, das erste Österreichische Schützenbund – Leistungszentrum am Schießstand der Schützengilde Zell am See zu eröffnen.

Partner der Schützengilde






Dieser Artikel wurde am 18.11.2018 gedruckt und befindet sich im Internet unter folgender Adresse: schuetzengilde.at/de/schuetzengilde-zellamsee/historie.php
 
Schützengilde Zell am See, 5700 Zell am See, Tel.: +43 (0)6542 57970


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